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Atemschutzübungsstrecke

Mit dem Neubau der Feuerwache Ost konnte am 22. März 2014 auch die, an diesem Standort neu integrierte zentralen Atemschutzübungsstrecke, offiziell in Betrieb genommen werden.

In der neuen zentralen Atemschutzübungsstrecke (AÜS) absolvieren jedes Jahr ca. 1.000 Feuerwehrangehörige aus 32 Feuerwehren der Landkreise Schwäbisch Hall, Rems-Murr und Heilbronn die jährlich vorgeschriebene Atemschutz-Belastungsübung, gemäß FwDV7.

Zusätzlich finden pro Jahr ca. zwei Ausbildungslehrgänge zum Atemschutzgeräteträger, auf Landkreisebene in der Atemschutzübungsstrecke, statt.

Die Übungsanlage

Die neue Atemschutzübungsstrecke hat eine Gesamtfläche von rund 312 qm und bietet neben einem Umkleidebereich und Vorbereitungsraum einen Leitstand, Geräteraum, Schleuse, Übungsraum und Zielraum. Sie ist nach den neuesten Standards auf die physischen und psychischen Anforderungen im Atemschutzeinsatz zugeschnitten.

 

Umkleidebereich

Die Atemschutzübungsstrecke bietet zusätzlich zu den Übungsräumlichkeiten zwei groß gestaltete Umkleidebereiche für Feuerwehrfrauen und -männer. 

Folgende Ausstattung beinhalteten die Umkleidebereiche,

  • Umkleidebereich
  • WC
  • Duschen
  • Schließfächer
  • Föhn

Vorbereitungsraum

Der Vorbereitungsraum kann sowohl als Unterichtsraum mit Bestuhlung und Tischen wie auch zur Vorbereitung auf die Belastungsübung genutzt werden.

Leitstand

Die Belastungsübungen werden zentral im Leitstand über zwei Touchpad-Bildschirme überwacht und gesteuert. Von hier aus sind alle Beleuchtungseinrichtungen, Effekte und Überwachungseinrichtungen steuerbar. Um die Belastungen im Atemschutzeinsatz möglichst realitätsnah darzustellen, können über den Leitstand Geräusch- und Lichteffekte, künstlicher Rauch sowie Wärmesimulation eingespielt werden. 

In der zentralen Datenbank sind alle Atemschutzgeräteträger/innen erfasst und individuell dem jeweiligen Übungstermin zugeordnet. Dadurch sind Übungen mit Teilnehmern aus verschiedenen Feuerwehren möglich. 

Die offene Bauweise ermöglicht dem AÜS-Team einen ständigen Kontakt und eine gezielte Betreuung der Feuerwehrfrauen und -männer.

Geräteraum

Die körperlichen Belastungen werden mit Hilfe unterschiedlicher Fitnessgeräte dargestellt, welche im Geräteraum bereitgestellt sind.

Um einen Belastungstest simulieren zu können stehen folgende Fitnessgeräte zur Verfügung,

  • Endlosleiter
  • Laufband
  • Fahrrad
  • Oberkörperhandergometer

Übungsraum mit Schleuse

Über eine Schleuse, welche den Übungsraum und Geräteraum trennt, betreten die Übungsteilnehmer/innen die tatsächliche Übungsanlage der zentralen Atemschutzübungsstrecke. 

Verschiedenartige Einbauten wie Türen, Rohre, Engstellen und Durchstiege gestalten die Lauf- und Kriechstrecke gleichermaßen abwechslungsreich und anspruchsvoll. Dieser Übungsbereich ist verdunkelt, zusätzlich kann die durch eine Rauchentwicklung eines Brandes entstehende Nullsicht mit der leistungsstarken Nebelmaschine simuliert werden. Um die Übungsbedingungen auch langfristig abwechslungsreich zu gestalten, lässt sich das modulare Käfiggittersystem ohne großen Aufwand individuell umbauen.

Im Übungsbereich ist zudem eine Tankkonstruktion mit Rohrleitungen aufgebaut, an der Übungen für den Gefahrguteinsatz durchgeführt werden können.

Zielraum

Erstmalig existiert ein sogenannter Zielraum, in dem ein Wohnraum mit Einrichtungsgegenständen wie Sofa, Tisch, Stühle oder einem Stromverteilerkasten nachgebildet ist. Die Feuerwehrleute trainieren hier ohne jede Sicht das richtige und vor allem sehr zeitkritische Suchen und Retten von Menschen aus verrauchten Bereichen. 

Zusätzlich kann durch eine Tür von außerhalb des Gebäudes Zugang zum Zielraum geschaffen werden. Dies ermöglicht eine unabhängige Nutzung für Brandeinsatz-Übungen.

Unser Service

Wir als zentrale Atemschutzübungsstrecke bieten den teilnehmenden Feuerwehren als Service die Bereitstellung der kompletten Atemschutzausrüstung. Die Feuerwehrfrauen und -männer müssen somit lediglich ihre persönliche Schutzausrüstung mitbringen.

Die aufwändige Atemschutzlogistik für die teilnehmenden Feuerwehren entfällt komplett.

Sicherheit hat Priorität

Zwei fest installierte Wärmebildkameras im vernebelbaren Übungsbereich, eine Kamera im Schleusenbereich sowie ständigeFunkverbindung zu den übenden Atemschutztrupps und steuerbare Lautsprecher gewährleisten einen hohen Sicherheitsstandard. 

Sollte ein sofortiger Übungsabbruch, z. B. wegen gesundheitlichen Problemen einer Teilnehmerin oder eines Teilnehmers erforderlich werden, kann die Übung durch den Notaustaster sofort abgebrochen werden. In diesem Fall wird der Übungsbereich durch die Notentlüftung binnen kürzester Zeit entraucht. Für den Notfall wird Material zur Ersten Hilfe und ein AED (Automatisierter externer Defibrillator) vorgehalten.

Die entsprechende Fortbildung absolvieren alle AÜS-Teammitglieder regelmäßig.

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