Chronik: Schwäbisch Hall

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Unser Gründungstag

Der 2. August 1847 gilt als Gründungstag der Freiwilligen Feuerwehr Schwäbisch Hall. Damit zählt sie zu einer der ältesten Feuerwehren Deutschlands. 

Doch die Geschichte der organisierten Brandbekämpfung in Schwäbisch Hall und die Grundsteine der Haller Feuerwehr lassen sich bis in das 15. Jahrhundert zurückverfolgen.

Um 1316

Erster erwähnter Stadtbrand in Hall. Zur Lage des Brandplatzes und zu dessen Umfang liegen bis heute keine gesicherten Erkentnisse vor.

In einer 1316 datierten Urkunde entsteht die Sage vom Brand der Dorfmühle. Die Legende erzählt, dass ein aus der Dachluke der Dorfmühle laut krähender Hahn die Salzsieder, die sich auf dem Grasbödele aufhielten, auf den Brand aufmerksam machte.

Durch ihr schnelles und beherztes Eingreifen konnte die Dorfmühle gerettet und ein Stadtbrand verhindert werden. Zum Dank wurde den Siedern für alle Zeiten ein alljährliches Fest, das heute noch an Pfingsten gefeierte Kuchen- und Brunnenfest gestiftet.

Im 15. Jahrhundert

Im 15. Jahrhundert entstehen in Hall Aufzeichnungen, aus welchen ersichtlich wird, dass die ''Feurer'' in ihrem Berufsbild und ihrer Funktion nicht nur im Zusammenhang mit der Salzsiederei gesehen werden dürfen, sondern auch als örtliche Handwerker unterschiedlicher Tätigkeiten sozusagen ,,im Nebenberuf´´ für den örtlichen Brandschutz zuständig gewesen sein müssen.

Der gesellschaftliche Stand der ''Feurer'' entspricht jenem des ehrlichen Handwerks.

Der Begriff ''Feurer'' hängt mit der Hauptaufgabe dieser für Hall spezifischen Tätigkeit zusammen, nämlich der Herstellung der großen Feuerstätten und die Unterhaltung der Feuer unter den Siedepfannen der Salzsieder. Dass sich die damit beschäftigten ''Feurer'' nennenliegt nahe. Weil sie aber auch mit der Bändigung des Feuers vertraut waren, wird diesem Berufsstand schon im ausgehenden Mitelalter augenscheinlich auch die Aufgabe des örtlichen Brandschutzes übertragen. Ein eigenständiges Berufsbildhatten die Feurer anscheinend nie inne, sie sind mehr oder weniger als sporadisch eingesetzte Arbeitskräfte zu verstehen.

Bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts existiert diese Bezeichnung in Hall. Spätestens 1823 sind die Feurer aber nur noch als Löschmannschaft tätig, weil das klassische Berufsbild des Feurers in der neuen Salinenanlage keine Bedeutung mehr har.

Bereits seit dem 18. Jahrhundert sind Aufzeichnungen verfolgbar, die den Schluss nahelegen, dass die Haller Feurer neben ihrer beruflichen Tätigkeit die Aufgabe des Feuerlöschen bei Schadensfeuern im Stadtgebiet nicht aus zunftbedingten oder handwerksordentlichen Zwängen oder Pflichten heraus ausübten, sondern als freiwillige Helfer mit berufsbedingten Fachkenntnissen den Geschädigten uneigenützig zur Hilfe eilten. Obwohl in jener Zeit alle Stadtbewohnerdurch die reichsstädtische Gesetzeslage zur Mithilfe verpflichtet waren, treten die Feurer in einer organisierten Form ins Licht der Haller Feuerwehrgeschichte. 

Bereits 1730 lass sie sich eine eigene Zunftlade fertigen, die heute im Haller Feuerwehrmuseum verwahrt wird und welche die typischen Insignien des Feuerlöschens (Einreißhaken, Wassereimer, etc.) sowie die Namen der Hauptleute als Initialien und den ,,Feuerhauptmann J.B. Wibel'' trägt.

Aus dem ausgehenden 18. Jahrhundert sind Aufzeichnungen von Wahlen der Hauptleute erhalten, was eindeutig für eine freiwillige zur Verfügungstellung und Entscheidung für eine Aufgabe spricht. Im Jahr 1837 werde die Feuerer neu organisiert und (ebenfalls nach den Aufzeichnungen) einzeln befragt, ob sie ihre neue Ordnung anerkennen und mittragen. Aus diesen Fakten wird deutlich, dass die ''Feurer'' im prinzip spätestens 1837 eine freiwillige Gruppe waren, die sich nicht  ''Feuerwehr'' nannten, weil dieses Wort erst um 1850 im deutschen Sprachschatz entstand.

  • 1473 - Erneuerung einer älteren Verhaltensordnung, die auch das Feuerlöschen mit einschließt.
  • 1490 - 1498 - Maßnahmenbeschreibung beim Feuerlöschen in Haller Ordnungen.

Im 16. Jahrhundert

Die Stadt Hall besitz im 16. Jahrhundert bereits eine ansehnliche Ausrüstung an sogenannten ,,Feuerwagen'' mit welchen alle zum Feuerlöscheinsatz notwendigen Gerätschaften, die Spritzen, Leitern, (Einreiß-) Haken und Eimer zur Einsatzstelle transportiert werden.

  • Um 1520/50 - Aus dieser Zeit stammt das älteste erhaltene Haller Löschgerät, das mit einem eingebrannten Stadtwappen versehen ist. Und villeicht sogar in Schwäbisch Hall gebaut worden sein kann.
  • Zwischen 1550 und 1580 - Eine ,,Sturm- und Feuerordnung´´ asu unbekannter Quelle, wird als erneuerte Löschordnung pupliziert.
     

Im 17. Jahrhundert

  • 1618 - 1648 - Aus der Zeit des 30-jährigen Krieges sind keine besonderen Nennungen zum hiesigen Feuerlöschgeschehen bekannt, da die Reichsstadt von Überfällen und Brandschatzungen weitestgehend verschont bleibt.
  • 1659- Erneuerung der Feuerlöschordnung der Stadt Hall.
  • 1680 - Großbrand der Gelbinger Vorstadt
    In den ersten Julitagen 1680 brennen über 100 Gebäude zwischen dem Josenturm und dem Stättor am Säumart (heute bei der alten Volksbank / alten Wache) ab. Als Ursache dieses Großbrandes wird ein Blitzschlag angegeben. Dabei bleibt jedoch unklar, ob es sich bei diesem Blitzschlag um einen natürlichen, durch ein Gewitter verursachten Blitz handelte, oder um einen ,,Explosions-Blitz´´, der nicht in das Haus, sondern ,,aus dem Haus heraus fuhr''.
  • Im 17. Jahrhundert verbreitet sich in Süddeutschland die Kochtechnik des Fritierens. Alle Haushaltugen besitzen damals noch offene Koch- und Feuerstätten, wobei auf einem gemauerten Herdblock ein offenes Feuer entzündet wird, dessen Rauch entweder ofen oder in einem hölzernen Schacht in den Dachboden zieht und dort die gelagerten Vorräte ,,beizt''. (Kamine wie wir sie heute kennen, kommen erst im 18. Jahrhundert in unserer Landschaft auf.)

Eine Erklärung für einen Blitz, der ,,aus dem Haus hinaus fuhr'', könnte mit der Annahme einer Fettexplosion gegeben werden, deren Zustandekommen den Menschen im 17. Jahrhundert unerklärlich ist und wie ein Gottesurteil wirken mag, also eine Panik auslösen kann. Mit der Vorstellung eines in Brand geratenen Fetttopfes oder eines entzündeten, mit siedendem Öl gefüllten Kochtopfes, der aus Unkenntnis der verheerenden Reaktion mit dem stets bereitgehaltenen Wassereimer ''gelöscht'' werden sollte, entsteht eine Erklärung für die deutung eines ,,aus dem Haus hinausfahrenden'' Blitzes und der Überlieferung der entstandenen Konfusion unter der Bevölkerung. Dieses damals unerklährliche und unheimliche Phänomen muss zu einer Massenhysterie geführt haben, die jede Formierung von Löschkräften unmöglich machte und somit das Übergreifen des zunächst auf ein Gebäude beschränkten Brandes auf die benachbarten Häuser ungehindertgeschehen lässt.

''Alles rennet, rettet, flüchtet ...'' beschreibt Friedrich Schiller in seiner 1799 entstanden ``Glocke``, das Verhalten der Bevölkerung bei einem Brand. Vom Löschen ist bei Schiller in diesem Zusammenhang nicht die Rede, woraus die Ohnmacht und die Kfusion der damaligen Bevölkerung in einem Brandfall ablesbar wird.

Sofort nach dem Brand in der Gelbingergasse wird die Feuerlöschordnung erneuert, Geräte werden beschafft, das Löschwesen der Stadt wird modifiziert und vermutlich auch personell, wie materiell besser ausgestattet.

 

Im 18. Jahrhundert

  • 1728 - Großer Stadtbrand
    Am frühen Morgen des 31. Augusts bricht im Gastahus zum goldenen Helm (etwa am Ort des heutigen Glashaus / Stadtbücherei) ein Feuer aus, das schicksalsbestimmend für über die hälfte der Gebäude in der damlaigen Innenstadtfläche wird. Wieder einmal ist die Küche im Obergeschoss des Hauses der Ort des Geschehens: Ein von der Küche im Obergeschoss aus bedienbarer. aber in die angrenzende Stallscheune hineingebauter Backofen, dessen bauliche Mängel erst wenige Tage zuvor vom ,,Feuerschauer'' beanstandet worden sind, darf als Ursache für dieses gigantische Schadensfeuer angenommen werden.

    Durch den löchrifen Backofenboden sind wohl Gluhtstücke in den unter (!) dem Ofen befindlichen Stallscheunenbereich gefallen und haben diesen in Brand gesetzt. Das in der Scheune gelagerte Heu und Stroch - es ist ende August! - wirkt sich natürlich brandfördernd aus, so dass das Feuer in rasender Eile um sich greift und von der nur leicht gebauten Scheuer auf die unmittelbar angrenzenden Nachbergebäude überspringt. Die Stadt liegt noch im Schlaf als das erste ,,Feurio'' ertönt.

    Aus der überlieferten Beschreibung wird erkennbar, dass die strenge hierarchische Gliederung der Befhelsgewalten aus der konsequent umgesetzten Feuerlöschordnung zu erheblichen Zeitverzögerungen in der Brandbekämpfung geführt haben. Und dem lodernden Element ungehindert eine großflächige Ausbreitung geboten wird.

    Bis die Löschkräfte und ihre Hauptleute mobilisiert und formiert sind, ist es bereits zu spät. Jetzt sucht jeder nur noch sein Eigentum, Leib und Leben zu retten. Eine vernünftige Brandbekämpfung kommt nicht mehr zustande.

    Erst die auswertigen Hilfskräfte, die durch die erst Stunden nach dem Brandausbruch losgeschickten ,,Feuerreiter'' aus Waldenburg, Langenburg, Crailsheim und Gaildorf, sowie aus den gesamten Nachbarorten der Salzsiederstadt herbeigerufen worden sind, können zur Schadensbegrenzung erste Erfolge verzeichnen.

    Indem sie mit massiven Löschangriffen einzelne Gebäude an der Haalstraße und am Marktplatz ablöschen und damit ein Weiterfressen des Feuers an der dicht an dicht stehenden Bebauung unterbrechen.

    Dabei ist nicht die vielzitierte Brandmauer am Gasthaus zum Adler der Brandstopper gewesen, sondern der massive Einsatz von Löschgerät und von auswärtigen Löschkräften, die dem Feuer Einhalt geboten.

    Eine Natursteinmauer wie die hier als Brandmauer vorhandene, ist nicht unbedingt als Feuerschutzwand im heutigen Verständnis anzusehen: Bei starker Hitzeeinwirkung platzen die Sand- oder Kalksteinquader und die Mauer stürzt samt dem angebauten Haus in sich zusammen, was eher brand- und gefahrfördernde, als hemmende Auswirkungen nach sich zieht.

    Auf dem selben Weg erreichen auch die aus den umliegenden Orten und aus den benachbarten Fürstentümern mitsamt ihren Löschgeräten herbeigeeilten Mannschaften in der Haalstraße einen Brandstop. Indem sie vom Kocher her gut mit Wasser versorgt, den Bereich des heutigen alten Schlachthauses so rigoros wässern, dass eine weitere Ausbreitung des Feuers verhindert werden kann.

    Bemerkenswert ist das rasche Erscheinen der auswärtigen Kräfte angesichts der nur zu Fuß oder Pferd bewältigbaren Distanzen von bis zu dreißig Kilometern: Breits wenige Stunden nach ausbruch des Brandes treffen Mannschaften aus Waldenburg, Öhringen, dem Limpuerger Land, Langeburg, Crailsheim, Künzelsau, Westheim, Obersontheim, Kupferzell und anderen Orten, mit fahrbarem Löschgerät in Hall ein und greifen ohne Verzögerung und mit großer Wirkung in das Geschehen ein. Ohne diese fremde Hilfe wäre die Altstadt zwischen Kocher, Froschgraben, Lamgem Graben und Schied in ihrem Mauerring vermutlich restlos abgebrannt, denn die Stadtbevölkerung selbst hat alle Hände voll zu tun, ihr Hab und Gut aus den Häusern und der Stadt zu bringen. Nach dem großen Brand werden bereits im September 1728 die noch vorhandenen Löschgeräte in einer Liste erfaßt und ihre dezentrale, zukünftige Aufstellung wird überlegt und zugewiesen.

    Diese Liste ist der Beweis, dass nicht - wie es legendenhafte Erzählungen glauben machen wollen - ,,die verbrannten Löschgeräte'' am großen Desaster schuld gewesen sind, sondern ein mangelndes Gefahrenmanagement der hierfür Verantwortlichen.
  • 1730 - Die Haller ,,Feurer-Schatulle'' entsteht.
    Sie trägt die Initialen von zwölf Feurern und ihrem ''Feuerhauptmann J.B Wibel'' sowie die Insignien des Feuerlöschens. Zwei sich kreuzende Reißhaken und mehrere Löscheimer.
     
  • 1731 - Die ernuerung der Löschordnung der Stadt Hall erscheint in gedruckter Form.
     
  • 1745 - Wird am Hafenmarkt ein neues Magazin gebaut, das bis 1880 in Betrieb ist. 
     
  • 1770- Für diese Zeit stellen die historischen Akten eine wesentliche Frage: Waren die sogenannten ,,ordinari Feurer'' breits um 1770 Freiwillige, die hauptsächlich aus den Reihen der Sieder und Handwerker stammen und ihre Hauptleute wählen? Denn den Bewerbern um die Mitgliedschaft wir die Ordnung laut vorgelesen und sie können sich daruafhin ''freiwillig'' entscheiden, ob sie beitreten wollen oder nicht.
     
  • 1789 - Erneuerte Löschordnung: Zwölf Feurer (Führungsgruppe) unter Hauptmann Mayer

Im 19. Jahrhundert

  • 1803 - Hall wird württembergisch. Mit dem Verlust des Status einer freien Reichsstadt zieht anscheinend zunächst eine gewisse Orientierungslosigkeit auch in der Regelung des Brnadnschutzes ein, die sich bis um 1837 zur permanent größer werdenden Lathargie in dieser Sache entwickelt.
     
  • 1823 - Die Feuerordnung wird erneuert und eine Liste der Hauptleute gefertigt, die bis 1798 zurückreicht.
     
  • 1837 - Neue Feuerlöschordnung und Umorganisation bei den Feurern.
     
  • 1844 - Gründung des Turnvereins (TSG). Aus den Reihen der Turner findet sich eine Gruppe junger Männer, die sich nach französischem Vorbild bereits 1846 bei einem Brand in der Innenstadt als schlagkräftige Mannschaft hervortut. Die ersten Bemühungen des ,,Pompiers Corp Hall'' um städtische Anerkennung werden jedoch abgelehnt, weil die Feurer als traditionsreiche, große und einflußreiche Gruppe keine Konkurenz akzeptieren. 
     
  • 1847 - In der Nacht vom 13. zum 14. Juli brennt das Haus des Metzgers Haspel am Spitalbach. Der Einsatz der nicht offiziel anerkannten Pompiers bei diesem Brand gilt als Grund für die offizielle Anerkennung, die durch Initiative des damaligen württembergischen Oberamtsmann am 2. August 1847 vom Stadtparlament bestätigt wird. Dieses Datum gilt als Gründungsdatum der Freiwilligen Feuerwehr Schwäbisch Hall, weil, mit dem Pompier Corps die eingerichtete Organisationsform und der Grundstein für eine moderne freiwillige Feuerwehr in Hall gelegt wird, die ohne Zwangsverpflichtungen von Bürgern alle Funktionen ihrer Organisation besetzen kann und in dieser Form öffentlich anerkannt wird. Im selben Jahr beschaft die Stadt Schwäbisch Hall erstmals für das Pompier Corps Ausrüstung, eine kleine Fahrspritze und Leitern.
     
  • 1850 - Ehemalige Feurer tretten dem Pompier Corps bei. Die bisher bestehende Gruppe der Feurer zeigt sich in ihrer traditionellen Organisationsform als zu schwerfällig und wohl auch teilweise überaltert.
     
  • 1852 - Erste Nennung „Feuerwehr“ in Hall, wie auch in der damaligen Rechtschreibung.
     
  • 1858 - Die im Jahr zuvor bestellte neue Saug- und Druckspritze wird in Betrieb genommen. Mit dieser Neuerung fällt die Notwendigkeit einer aufwendigen und nur mit vielen Menschen zu bewerkstelligenden „Eimerkette“ zur Wasserbeibringung an die Spritze endgültig weg.
     
  • 1870 - Der Fabrikant Carl Kirchdörfer wird neuer Kommandant der Haller Feuerwehr. Kirchdörfer nimmt in der Geschichte der Feuerwehr einen besonderen Platz ein: Er ist nicht nur Feuerwehrmitglied, sondern auch gewerbs-mäßiger Hersteller von Feuerlösch- geräten.
     
  • 1880 - Umzug der Feuerwehr in das neue Magazin im ehemaligen Kornhaus. Vorher befand sich die Feuerwehr (quasi seit der Erichtung des dortigen Magazines, 135 Jahre zuvor) am Hafenmarkt.
     
  • 1897 - Im Sommer des Jahres feiert die Wehr ihr 50-jähriges Jubiläum.

Im 20. Jahrhundert

  • 1901 - Ein neuer Mannschafts- und Gerätewagen für die Steigerabteilung wird von Magirus in Ulm beschafft, der beim „13. württembergischen Landesfeuerwehrtag“ von zahlreichen Gästen bestaunt wird.
     
  • 1906 - Am 9. Oktober wird die Einführung der Weckerlinie durch die Stadtverwaltung beschlossen.
     
  • 1907 - Am 3. August geht die elektrische Weckerlinieneinrichtung in Betrieb. Der jetzt eingeführte „stille Alarm“ mobilisiert die Feuerwehr direkt vom Alarmgeber am Feuermelder und unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Bis zur Einführung dieser zeitsparenden Technik sind die Kirchenglocken „gezogen“ worden.
     
  • 1920 - In die Haller Feuerwehrwelt zieht die Motorisierung ein. Als erstes Feuerwehrauto in der Region wird ein Löschfahr-zeug LF 20 beschafft. Im Radius von 20 km um Hall wird es zu manchem Brand gerufen.
     
  • 1922 - Ob die Haller Wehr ein 75-jähriges Jubiläum gefeiert hat, ist nicht bekannt.
     
  • 1933 - Die erste motorgetriebene Drehleiter, eine Magirus KL24, wird an die Haller Feuerwehr ausgeliefert.
     
  • 1938- „Es ist ein politischer Brand.“ Am 10. November: Die Steinbacher Synagoge steht in Flammen, angezündet von Haller Bürgern. Die Feuerwehr erhält zunächst ein ausdrückliches Löschverbot. Niemals zuvor und auch nicht mehr danach wurde die Freiwillige Feuerwehr Schwäbisch Hall in ihrer Geschichte mit einer vom Staat angeordneten Brandstiftung konfrontiert.
     
  • 1945 - Rathausbrand am 16. April: Stabbrandbomben fielen auf die Dächer d e s Rathauses und des benachbarten Clausnitzerhauses. Dort wohnten 2 junge Frauen, die beherzt vom Dach des Clausnitzerhauses die Stabbrandbomben auf den Marktplatz warfen. Dann liefen sie zum Rathaus hinüber, um dasselbe zu tun. Doch ein SA-Mann versperrte ihnen den Zutritt. Mit einer gezogenen Pistole bedrohte er beide, schrie sie an: „Ich schieße jeden nieder, der versucht, das Rathaus zu betreten. Unsere Feinde sollen nur Trümmer vorfinden, nur Trümmer!“ Die Frauen wagten es nicht, sich gegen ihn durchzusetzen. Machtlos mussten sie zusammen mit der Feuerwehr ansehen, wie sich das Feuer ausbreitete.
     
  • 1947 - Ein groß gefeiertes 100-jähriges Jubiläum konnte sich in jenen Zeiten niemand leisten. Die Feuerwehrfamilie wächst erst wieder neu zusammen.
     
  • 1964 - Feuerwehrpartnerschaft Epinal und Schwäbisch Hall
     
  • 1970- Die Haller Wehr bezieht die zur Feuerwache umgebaute ehemalige Omnibusgarage an der Salinenstraße. Der erste Stadtjugendfeuerwehrwart Walter Klenk gründet die Jugendfeuerwehr mit der Unterzeichnung der Gründungsurkunde am 20. Juli.
     
  • 1972 - Durch die im Land durchgeführte Gemeindereform ändert sich das Gesicht der Feuerwehr. Die Haller Feuerwehr mit ihren Zügen in Hessental und Steinbach wird um die Abteilungen der neuen Teilorte Bibersfeld, Eltershofen, Gailenkirchen, Tüngen-tal, Sulzdorf und Weckrieden erweitert. Gelbingen kommt erst drei Jahre später dazu.
     
  • 1975 -Gründung der Jugendgruppe Gailenkirchen- Gottwollshausen.
     
  • 1983 - Am 13.06. treffen sich auf Einladung von Walter Seyboth Feuerwehrkameraden und gründen die Altersabteilung. Umbau der Feuerwache 1994  Gründung der Jugendgruppe Bibersfeld auf Initiative der dortigen Jugendlichen und den umgebenden Teilorten.
     
  • 1995 - Erweiterung der Feuerwache
     
  • 1997- Die Freiwillige Feuerwehr Schwäbisch Hall feiert „150 Jahre“ Freiwillige Feuerwehr Schwäbisch Hall. Im gesamten Stadtgebiet von Schwäbisch Hall finden Veranstaltungen statt - vom Malwettbewerb für Kinder bis zur Großübung der Gesamtfeuerwehr Schwäbisch Hall in der Innenstadt. Einweihung des Haller Feuerwehrmuseums in den neuen Räumen im Ripperg 7.

Die 2000er

  • 2004 - Gründung der Jugendgruppe Eltershofen – Sulzdorf – Tüngental.
     
  • 2008 - Jugendfeuerwehrpartnerschaft der Jeunnes Sapeurs Pompiers d’Epinal, Frankreich und der Jugendfeuerwehr Schwäbisch Hall

Die 2010er

  • 2010 - „40 Jahre Jugendfeuerwehr Schwäbisch Hall“
     
  • 2013 - „30 Jahre Altersabteilung Schwäbisch Hall“
     
  • 2014 - Umzug in die neuen Feuerwachen am 22. März. 
    Einweihung der Feuerwachen „OST“ und „WEST“
    40 Jahre Feuerwehrpartnerschaft Épinal und Schwäbisch Hall.
    30-jähriges Jubiläum der Jugendfeuerwehrfreundschaft zwischen der Jeunes Sapeurs Pompiers d'Epinal und der Jugendfeuerwehr Schwäbisch Hall.

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Kontakt

Kommandant

Feuerwehr Schwäbisch Hall
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Hans-Georg-Albrecht-Weg 1
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Telefonnummer: 0791 943067-120
Faxnummer: 0791 943067-110
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Abt. Kommandant Ost

Freiwillige Feuerwehr Schwäbisch Hall
Christoph Wenger

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Abt. Kommandant West

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Bernd Feuchter

Dr.-Max-Bühler-Straße 9
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